Kokosmehl

Kokosmehl auf grauem TellerKokosmehl: Eine Alternative zu Weizenmehl

Glutenfrei – Low Carb – Eiweissreich

Schon längere Zeit bin ich auf der Suche nach alternativen Mehlsorten, um meiner Backlust zu frönen und trotzdem immer mehr auf Weizenmehl zu verzichten. Ich habe diverse Mehlsorten durch getestet und meine Kokosnussliebe hat mich dann natürlich auch irgendwann zu Kokosmehl geführt. Ich habe zunächst einiges dazu gelesen und war erst mal gar nicht angetan, weil ich überhaupt nicht wusste, wie ich denn Kokosmehl zum Backen einsetzen kann, wenn ich ein ganz „normales“ Kuchenrezept vor mir habe. 200 Gramm Weizenmehl entspricht nochmals wieviel Kokosmehl? Ist ein 1:1 Austausch überhaupt möglich?

Ich habe also angefangen zu experimentieren und nach dem trial & error Prinzip vorzugehen.

Soviel sei verraten: die ersten Kreationen waren schlicht und ergreifend nicht essbar. Dann wurde es besser – da kommen wir dann gleich noch dazu.


Doch jetzt erst mal die Kokosmehl-Facts auf einen Blick:

Kokosmehl ist,

  • glutenfrei (also gut für Menschen mit Zöliakie geeignet)
  • fettarm
  • Es liefert viele Ballaststoffe und wenige Kohlenhydrate (low carb)
  • Es hat einen hohen Eiweissgehalt
  • Enthält Mineralien und Spurenelemente
  • Der Stoffwechsel wird angeregt
  • Es bindet Wasser (das ist jetzt sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil)

Für wen ist Kokosmehl geeignet?

Für alle, die

  • Zöliakie haben
  • Nach dem Genuss von Brot, Kuchen und Gebäck Blähungen, Bauchschmerzen, Unwohlsein verspüren
  • Wert auf eine gesunde & natürliche Ernährung legen
  • Auf Weizenmehl weitest gehend verzichten möchten
  • Mal wieder was Neues ausprobieren möchten
  • Kokosnussprodukte einfach toll finden

Glutenfrei & low carb geniessen mit Kokosmehl

Seit einiger Zeit gibt es einen immer grösseren Trend hin zu natürlicher und gesunder Nahrung. Viele Menschen achten wieder mehr darauf, was sie essen, woher es kommt und welche Inhaltsstoffe ihre Nahrung hat. Allergien und Unverträglichkeiten auf bestimmte Inhaltsstoffe sind immer mehr verbreitet.

Ein einfaches Abendessen mit Freunden kann so manchmal zu einer grossen Herausforderung werden, da es immer schwieriger wird etwas zu kochen, das alle essen können / wollen / dürfen / sollen.

Doch grundsätzlich ist der Trend zu Bio-Nahrungsmitteln, einer natürlichen Ernährung mit weniger Zucker, Weissmehl und Kohlenhydraten sehr zu begrüssen. Der Spruch „Esse nichts, was deine Oma nicht als Nahrungsmittel erkannt hätte“ hilft übrigens ungemein beim Einkaufen. Fast Food, quietschebunte Süssigkeiten und Limonaden in schreienden Farben entfallen dann nämlich gnadenlos.

Kokosmehl, wie übrigens alle weiteren Kokosprodukte, unterstützt deine ausgewogene Ernährung. Und verhilft so zu einem gut funktionierenden Darm und einem gesunden Körper.

Wie wirkt Kokosnussmehl?

Kokosmehl bringt eine ganze Menge guter Eigenschaften mit. Es ist fettarm, glutenfrei, low carb, hat einen hohen Anteil an Ballaststoffen, die die Verdauung anregen, es enthält Eiweiss und Mineralstoffe und ist kalorienarm. Beste Voraussetzungen also, um sich den Weg in die Küche von gesundheitsbewussten und auf ihre Figur achtenden Menschen zu bahnen.

Wie wird es hergestellt?

Das Kokosmehl wird aus dem getrockneten Kokosnussfleisch gewonnen. Es wird aus der Schale entfernt, entölt und dann ganz fein gemahlen. Durch das Entölen schrumpft der Fettgehalt ganz gewaltig zusammen.

Wie schmeckt Kokosnussmehl?

Es hat einen dezent nussigen und süsslichen Geschmack. Und schmeckt so gar nicht nach Kokosnuss. Doch das tut Kokosblütenzucker auch nicht. Durch die natürliche Süsse können wiederum Süssungsmittel eingespart werden.


Kann ich Kokosmehl verwenden, wenn ich Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) habe?

Ja, du kannst. Kokosmehl ist glutenfrei.

Was bedeutet Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)?

Wikipedia sagt dazu: Die Zöliakie (Synonyme glutensensitive oder gluteninduzierte Enteropathie, (selten) intestinaler Infantilismus; bei Erwachsenen auch nichttropische oder einheimische Sprue, Heubner-Herter-Krankheit) ist eine Glutenunverträglichkeit, die sowohl Merkmale einer Allergie als auch einer Autoimmunerkrankung aufweist.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6liakie

Fast alle Getreidesorten enthalten Gluten. Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit (inzwischen sind das sehr viele – es ist jedoch  mehr oder weniger stark ausgeprägt) kann der Verzehr dieser Speisen zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut führen. Bei manchem nur bei erhöhtem Konsum, bei anderen schon bei kleinen Mengen. Wenn es dann in eine chronische Entzündung umschlägt, werden Schleimhautzellen zerstört und es kann zu Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall, chronischer Müdigkeit, Gewichtsverlust etc. führen. Nährstoffe können nicht mehr richtig aufgenommen werden, Mangelerscheinungen könnten die Folge sein. Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie eine Glutenunverträglichkeit haben, da die Symptome oft nicht so leicht zuzuordnen sind. Das einzige, was wirklich hilft ist, vollständig auf Gluten zu verzichten. Und das ist gar nicht immer so einfach, da Gluten in mehr Lebensmitteln enthalten ist, als man auf den ersten Blick sieht und glaubt.

Was ist Gluten?

Das Klebereiweiss in vielen Getreidesorten wird Gluten genannt. Es ist ein Gemisch aus Proteinen, Lipiden und Kohlenhydraten, das in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel etc. vorkommt. Mischt man diese Mehle mit Wasser, bildet sich das Klebereiweiss, das den Teig erst formbar macht.


Kann ich Kokonusssmehl verwenden, wenn ich mich Low Carb (sprich: Reduzierung / Minimierung von Kohlenhydraten) ernähren möchte?

Ja. Dann ist Kokosmehl ein wunderbares Hilfsmittel. Es hat sehr wenig Kohlenhydrate, dafür viele Ballaststoffe, bindet Wasser und enthält Eiweiss. Dies hat einen ausgleichenden Effekt auf den Blutzuckerspiegel, gleichzeitig wird jedoch der Stoffwechsel angeregt. Ausserdem sättigt es mehr als andere Mehle. Super also, wenn du das eine oder andere kleine Pölsterchen los werden möchtest.


Für was kann ich Kokosmehl verwenden?

Für nahezu alle Süss-Speisen, wie Kuchen, Gebäck, süsse Mehlspeisen.

Es hilft, Saucen oder Brotaufstriche einzudicken und kann in Smoothies gemischt werden, wenn sie etwas sämiger werden sollen.

Für herzhafte Speisen ist es nur bedingt geeignet, da es einen leicht süsslichen Geschmack hat. Doch einfach ausprobieren, vielleicht magst du es ja trotzdem.


Wie verwende ich Kokosnussmehl?

Achtung, jetzt kommt der Part, der etwas tricky ist.

Du kannst Kokosmehl NICHT 1:1 gegen herkömmliches Mehl (zum Beispiel Weizenmehl) austauschen. Da Kokosmehl kein Gluten enthält, hat es auch die Klebeeigenschaft nicht. Durch die vielen Ballaststoffe bindet es sehr stark Flüssigkeiten und wird ziemlich mästig.

Wenn du ein Rezept mit Weizenmehl als Basis nimmst, gilt als Richtwert folgendes: Verwende 20 % Kokosmehl und 80 % herkömmliches Mehl (zum Beispiel Dinkelmehl). Eventuell musst du nochmals zusätzlich etwas Wasser (oder andere Flüssigkeiten) hinzufügen. Dies jedoch ohne Gewähr – auch das ist bei mir schon mal schief gegangen.

Oder noch besser: Nimm gleich Rezepte, die auf Kokosnussmehl basieren – so ersparst du dir einige Experimente und hast gleich die richtigen Mengenangaben vorliegen. Inzwischen gibt es eine wunderbare Sammlung im Netz, frag einfach mal unsere Freunde von Google nach Rezepten mit Kokosmehl. Da kommt einiges zusammen.


Wie kann ich Kokosmehl aufbewahren?

So, wie du auch andere Mehlsorten aufbewahrst. Ich fülle Mehl gerne ab und verwahre es in Glasflaschen mit Bügelverschluss auf, schön beschriftet mit einem Washi Tape, so dass ich noch weiss, was es ist, wann ich es eingefüllt habe und wie lange es hält.

 

 


Was kostet Kokosmehl?

Kokosmehl ist sicherlich teurer als Weizenmehl. Doch bedenke dabei, dass es viele, viele positive Eigenschaften hat (siehe oben), du damit etwas für deine Gesundheit tust und du auch viel weniger benötigst. Probiere es einfach mal aus und entscheide dann.

Wo kann ich Kokosmehl kaufen?

Kokosmehl gibt es inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt, im Bio-Markt, in Drogeriemärkten. Oder natürlich auch Online.

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Letzte Aktualisierung am 12.12.2018 um 12:13 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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